Des Schamanen Wahnsinn

Dienstag, März 14, 2017

Ich hab Facebook ... und einen Blog!

Es ist noch keine zwei Wochen her, seit ich mich bei einem größeren Anbieter für soziales Netzwerken angemeldet habe. Ich klicke und like und es gefallen mir Sachen. Aber wie befürchtet, lese ich auch unglaublich viel Schwachsinn, Auswüchse von Dummheit geradezu.

Und darum werde ich meinen Blog auch weiter viel lieber haben, als FB. Fast 12 Jahre poste ich nun hier und das werde ich auch weiter tun. So einen langen Beitrag wie hier, den wird auf FB kaum einer lesen, habe ich zumindest das Gefühl.

Es ist eine Gebrauchswelt. Ein Spruch, klick. Ein Bild, klick. Es wird Inhalt konsumiert, aber kaum hinterfragt. Von daher, wer ausführlicher wissen möchte, was ich im echten Leben erlebe, der kann es weiter hier tun.

Montag, Februar 27, 2017

10. Historischer Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle Bochum

Das Wochenende ist schon wieder vorbei und in letzter Zeit unternehmen wir, auch Ruhrtopcard sei Dank, so viel, dass ich kaum dazu komme, von allem zu berichten. Ich werde das rückläufig abwickeln, sprich das aktuellste Ereignis wird zuerst gebloggt. Und das war eben der gestrige Besuch auf dem 10. Historischen Jahrmarkt in der Jahrhunderthalle in Bochum.

Beschaulich, aber sehr unterhaltsam, so möchte ich das zusammenfassen. Nichts mit höher, schneller, weiter. Aber genau das war das schöne an diesem Tag.

Wir zahlten unsere 15 Euro Eintritt und kamen in die Halle. Ich mag die alten Industriehallen im Ruhrgebiet. Sie haben einen ganz besonderen Charme und sind die perfekte Kulisse für diverse Veranstaltungen. Auch die alten Fahrgeschäfte passten sehr gut hierhin. Man kann auf allen so oft fahren wie man möchte. Es war nicht zu voll, nirgendwo musste man mehr als ein paar Minuten anstehen.

So fuhren wir auf jedem Stück Schaustellergeschichte, auf den meisten sogar zweimal. Besonders die alte Raupe hatte es uns angetan. Immer wenn das Verdeck zuging, wussten wir, was wir zu tun hatten. Es war wie eine kleine Zeitreise. Rock'n'Roll lief und ich sang, mehr schlecht als recht, laut mit, während wir unsere Runden drehten.

Ansonsten flanierten wir von Stand zu Stand, naschten hier und dort, warfen einen Blick auf Zauberer, Flohzirkus und hau den Lukas. Essen und Trinken sind im Eintrittspreis nicht enthalten, aber so etwas gehört einfach zu einer Kirmes.

Mehrere Stunden verbrachten wir geschützt vor Wind und Wetter in der Jahrhunderthalle und gingen am Abend sehr zufrieden nach Hause.

Das Heft mit der Geschichte aller Karussells liegt auf meinem Tisch und wird mich noch lange an den schönen Tag erinnern. Für Freunde der Gemütlichkeit und jung gebliebene Ältere, die an ihre Jugend erinnert werden wollen, ist der historische Jahrmarkt genau richtig.

Infos findet ihr hier: Historischer Jahrmarkt in Bochum

Am nächsten Wochenende habt ihr noch die Chance Riesenrad, Raupe und Geisterbahn zu genießen.

Donnerstag, Februar 23, 2017

Karneval im Büro

Nein, offiziell feiern wir nicht, aber es läuft seit heute morgen WDR 4 und die spielen den ganzen Tag Karnevalsmusik. Immer wieder kommt es vor, dass wir bei den größten Gassenhauern die Lautstärke aufdrehen und mitsingen.

Noch schöner ist es, wenn jemand reinkommt, der keinen Karneval mag. Dann freue ich mich umso mehr.

Ansonsten genieße ich den kölschen Dialekt, den ich sehr angenehm finde. Es wird Zeit, dass wieder Colonia Con ist. Dort schmeckt sogar das alkoholfreie Kölsch. ;-)

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Mittwoch, Februar 22, 2017

Aus Capri-Sonne wird Capri-Sun...muss das denn sein?

Ist das wirklich nötig? Muss aus Capri-Sonne Capri-Sun werden? Internationalisierung ist das Stichwort. Vielleicht wird von den Trinkpäckchen auch noch die notwendige Flexibilität und Mobilität gefordert, wer weiß.

Bei mir reißt das ganze ein Trauma auf, dass ich bis heute nicht überwunden habe: die Umbenennung von Raider in Twix. Ich bin ein Mensch, der nicht so wirklich auf Veränderung steht. Meistens finde ich mich murrend damit ab, manchmal meckere ich ein bisschen in meinem Blog und ja, es ist auch schon vorgekommen, dass ich meinem Unmut in Protestschreiben an große kapitalistische Unternehmen kundgetan habe. Meist in der Hoffnung, ein Gratisenschuldigungspaket zu erhalten, aber das ist ein anderes Thema...

Bleiben wir bei der Umbenennung und einer heiteren Episode, die mir just wieder eingefallen ist. Während meiner Ausbildung feierte die Firma, die Twix produziert irgendein Jubiläum. Für kurze Zeit gab es wieder Raider. Allerdings nur in Snackautomaten an Bahnhöfen. Wie ein Irrer fuhr ich damals verschiedene Bahnhöfe an, bewaffnet mit viel Kleingeld. 80 Cent waren es damals, wenn ich mich recht erinnere.

Ein ebensolcher Automat stand im Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg, unserer Berufsschule in Coesfeld. Ich tanzte vor Freude vor dem Kasten, was meine oft deutlich jüngeren Mitschüler in Verwunderung versetzte. Ich zeigte auf den Riegel mit dem tollen Aufdruck Raider und erklärte ihnen, was es damit auf sich hat. Die Reaktionen bestanden meist aus Schulterzucken, was ich damit konterte, wie sie es finden würden, wenn eine Süßigkeit, die eine Kindheitserinnerung ist, umbenannt werden würde? Was, wenn aus Pick-Up plötzlich Ölp-Gnitz wird?

Auch diese bemühte Analogie brachte kaum Verständnis für meine Freude. Ich erzählte dann einfach, dass Raider viel besser schmecken würde als Twix. Da ich nicht genug Kleingeld dabei hatte, konnten andere einen Riegel erstehen. Als sie ihn probierten, behaupteten sie, er würde genau wie Twix schmecken, was ich vehement verneinte.

Mein Lehrer konnte sich zumindest an Raider erinnern. Vor allem, weil er einen Bekannten hatte, der Rainer hieß. Der musste kurzzeitig unter dem Spruch "Aus Rainer wird jetzt Twix - sonst ändert sich nix!" leiden. Das war der damalige Werbespruch zur Umbenennung. Aber natürlich ändert sich etwas! Ein Gefühl geht verloren! Und genauso ist es bei Capri-Sun.

Bei der Raider-Neuauflage griff ich zu einer drastischen Maßname. Ich kaufte alle Vorräte, derer ich habhaft werden konnte. Und fror sie ein. Noch heute liegen Riegel in meiner Truhe. Sie schmecken nicht mehr richtig gut. Aber wer trotzdem mal einen Raider essen will, der soll mich ruhig darauf ansprechen.

Werde ich jetzt Capri-Sonne horten? Ich glaube nicht. Aber für mich wird sie immer so heißen. Den neuen Namen werde ich verächtlich betont englisch aussprechen. Käiprisann!

Ich schlage, im Zuge der Internationalisierung, auch noch folgende phonetische Anpassungen vor:
Snaickers
Daiplo
Kit-Cat

Wenn ihr im Gegenzug aus Milky Way Milchstraße macht und die alte Rezeptur wieder nehmt, als es noch die blaue Riegelverpackung gab, dann könnten wir das doch als einen fairen Kompromiss bezeichnen, oder?

In dem Sinne: weiternaschen.

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Freitag, Februar 17, 2017

Rex Corda 35 - Das Vermächtnis der Zeitlosen



Gestern haben mich meine Belegexemplare von Rex Corda Band 35 erreicht. Es ist immer wieder ein besonderer Moment, wenn man das gedruckte Buch dann in den Händen hält. Ich blättere es dann immer ein wenig durch und lese in ein paar Szenen rein.

Manchmal erinnere ich mich noch gut, manchmal kaum noch. Was verblüffend ist, wenn man weiß, dass man es selbst geschrieben hat.

Band 35 "Das Vermächtnis der Zeitlosen" erhaltet ihr wie immer direkt im Shop von Heinz Mohlberg. Verlagsshop

Als Anreiz noch mal das gelungene Cover.


Verschweigen möchte ich auch nicht die beiden Bände aus der Serie Ad Astra, die der Kollege Thomas T.C. Franke verfasst hat. Ich freue mich schon darauf, sie bald zu lesen.

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Montag, Februar 13, 2017

Wolfenbüttel zum Dritten

Erst über die Leine, dann vorbei an Peine, dann ist man in Wolfenbüttel. Na ja, ganz so schnell gehen die 330km von Marl aus dann doch nicht. Aber diesmal kamen wir so unglaublich gut durch, dass wir viel zu früh angekommen wären.

Darum suchten wir krampfhaft das Restaurant zur goldenen Möwe, welches wir bisher zwei mal als Raststätte benutzt hatten. Aber es war einfach nicht zu finden. Im Internetzeitalter war es allerdings kein Problem geeigneten Ersatz der gleichen Kette zu finden.

Das war sogar interessant, denn der dortige Fast-Food-Tempel funktionierte nach einem anderen Prinzip, als ich es bisher kannte. Man gab seine Bestellung ab und erhielt einen Bon mit einer Nummer. Damit konnte man sich im Wartebereich elegant an ein Stehmöbel (keine Ahnung wie so etwas heißt) lehnen und warten, bis das Essen fertig war.

Eine Frau neben mir regte sich darüber auf. "Das ist ja wie beim Straßenverkehrsamt!" Die Aussage ließ mich schmunzeln. Ich referierte dann laut darüber, wie toll ich das System finden würde. Was auch stimmt. Immerhin muss man nicht mehr an der Kasse warten, bis alles fertig ist. Die anderen Kunden können schon bestellen. Was vor allem dann ein Vorteil ist, wenn die Situation eintritt, dass man auf einen Teil der Bestellung warten muss. So können gleich mehrere Bestellungen gleichzeitig erledigt werden. Die Dame sah das ganz anders und wollte nie wieder kommen.

Im Anschluss kamen wir pünktlich in Wolfenbüttel an und bezogen bei Nieselregen unser Quartier. Am Empfang erwarteten uns durchgestrichene Namen und neue Texte. Wir nutzten die Wartezeit, um die ausgedruckten Blätter zu studieren.

Nach und nach trudelten die anderen Teilnehmer ein. Nur Klaus Frick konnte leider nicht kommen. Uwe Anton und Olaf Kutzmutz haben ihn aber mehr als würdig vertreten. Nur am Abend fehlte er mit seinen interessanten Geschichten und Geschichtchen doch ein wenig.

Die drei Tage vergingen bei einer Mischung aus Arbeit und Spaß wie im Flug. Wir besprachen die Texte der Teilnehmer und vor allem die Aufgaben waren sehr interessant. Vor allem die, bei der wir eine Geschichte fortsetzen sollten, von der wir nur den ersten Satz erhielten und zu der wir das Bild einer Statue erhielten, die vor dem Schloss in Wolfenbüttel steht.

Am Samstag besuchten wir einen Italiener, der ein gutes Buffet anbot. Eine tolle Idee, auch wenn ich die fantastische Tomatensuppe des anderen Italieners vermisste. Die Freizeit danach nutzte ich für einen Bummel durch Wolfenbüttel. Die Baustelle hat sich kaum verändert. Ich bin gespannt, wie es beim nächsten mal aussieht. Denn schließlich drohte ich in der Abschlussrunde meine Wiederkehr an, bis man mir nichts mehr beibringen könne. Und das wird wohl noch lange dauern. Aber ich glaube, selbst danach fahre ich wieder zur Bundesakademie.

Es ist zu interessant, mal unter gleichgesinnten zu sein, zu fachsimpeln und das ein oder andere Bier zu trinken. Auch wenn die Abende gefühlt immer kürzer werden. Vielleicht lag das aber auch an der Abwesenheit eines Dozenten.

Donnerstag, Februar 09, 2017

Eigene Facebookseite für Deinoid

Unsere neue Serie Deinoid hat nun ihre eigene Facebookseite. Hier findet ihr immer die neuen Cover und die Veröffentlichungstermine.

Später werden auch Autorenporträts und andere News rund um die Serie und die Autoren folgen.

Also, bitte liken und teilen. :-)

Deinoid

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