Des Schamanen Wahnsinn

Donnerstag, Juni 27, 2019

Professor Zamorra 1176 - Verliere dein Gesicht

Schon wieder gut so viel Zeit vergangen, seit ich gebloggt habe. Dabei gab es so einiges, über das ich hätte berichten können. So wie über die Veröffentlichung des aktuellen Romans in der Serie Professor.


Band 1176 trägt den Titel "Verliere dein Gesicht" und wurde von Manfred H. Rückert und mir gemeinsam verfasst. Das Cover ist wirklich ein Hingucker. :-)


Ich hoffe, das er beim lesen so viel Spaß bereitet wie beim Schreiben. Erhältlich ist er in den nächsten zwei Wochen im Zeitschriften- und Bahnhofsbuchhandel und natürlich auch als ebook, z.B. direkt über den unten stehenden Link.


Professor Zamorra Band 1176 - Verliere dein Gesicht





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Donnerstag, April 11, 2019

Der Vincent Preis hat mich interviewt

Ohne große Worte heute einfach nur der Link für euch:


Zum Interview


Es hat mir großen Spaß gemacht und ich fühle mich immer noch sehr geehrt, dass ich unter den fünf Nominierten für die beste Kurzgeschichte 2018 in Deutschland bin. :-)

Mittwoch, April 03, 2019

Der Hexer von Salem Episode 1 - Als der Meister starb - Lindenblatt Records



Der Hexer von Salem Episode 1 – Als der Meister starb

Viel über den Inhalt dieses Hörspiels zu erzählen, hieße wohl, Eulen nach Athen zu tragen, denn die Ursprünge des Hexers liegen mittlerweile gut 35 Jahre zurück. Auch über den Autor Wolfgang Hohlbein braucht man wohl keine großen Worten mehr verlieren, denn er gehört schon seit vielen Jahren zu den beliebtesten Autoren im fantastischen Bereich in Deutschland.

Darum sei nur kurz gesagt, dass es in Episode 1 der als Serie angelegten Hörspiele um Robert Craven geht, der im 19. Jahrhundert gemeinsam mit seinem Mentor Mr. Montague aus der neuen in die alte Welt segelt. Doch kurz bevor die „Lady of the mist“ den sicheren Hafen erreicht, überschlagen sich die Ereignisse auf grauenhafte Art. Und Robert muss erfahren, dass es in seiner Vergangenheit einiges gibt, von dem er nichts ahnte, das aber für seine Zukunft eine große Bedeutung haben wird.

Soweit der kurze spoilerfreie Einblick in die Handlung, die auf diesem Hörspiel in gut 84 Minuten gepackt wird, was dazu führt, dass der geneigte Hörer zwei CDs vorfindet. Beide sind grafisch genauso toll aufgemacht wie das Cover, dass mich sehr einzunehmen weiß und in seiner Farbgebung ebenso düster ist wie die Geschichte selbst. Das Cover zeigt dabei eine Szene, die so auch im Hörspiel vorkommt.

Die größte Aufmerksamkeit unter den Sprechern fällt natürlich Patrick Borle zu, der die Hauptrolle Robert Craven übernommen hat. Für mich eine gute Wahl, denn Borle ist, zumindest für mich, noch keiner Rolle so fest zugeordnet, wie es mir bei manchen Sprechern geht, bei denen ich immer einen anderen Charakter vor Augen habe, wenn ich ihn höre.

Um ganz unvoreingenommen an das Hörspiel zu gehen, muss ich trotzdem versuchen, die Version von 2004, damals erschienen in der Gespenster-Krimi-Reihe von WortArt, auszublenden. Das Hörspiel war damals eines meiner Favoriten und hat die Messlatte gehörig hochgeschraubt. Dank der doch anderen Machart von Lindenblatt Records gelingt mir das ausblenden aber sehr gut. Natürlich findet man ab und zu bekannte Elemente und der eine oder andere Satz scheint sich fast eins zu eins in meinem Kopf gespeichert zu haben, aber das tut dem Hörvergnügen keinen Abbruch, im Gegenteil. Außerdem kann mich hier sowohl die Erinnerung trügen nach gut 15 Jahren oder es ist der Romanvorlage geschuldet.

Im vorliegenden Hörspiel setzt man auf einen Erzähler, hier Stefan Lindner persönlich, dem es gut gelingt, die wichtigen Parts anschaulich einzuleiten und auch die Stimmung vorzubereiten, ohne dabei zu overacten, was nicht jeder Erzähler hinbekommt.

Insgesamt gibt es bei den Sprechern keinen Ausreißer nach unten, alle machen ihre Sachen gut. Schön ist es auch, noch einmal Manfred Erdmann, der 2017 verstarb, als Kapitän Bannermann zu hören. Er war einfach einer der ganz großen in der Sprecherszene.

Aber auch Willi Röbke, Stephan Wilkening und Claudia Urbschat-Mingues stehen in keinster Weise zurück. Bei Patrick Borle hatte ich erst das Gefühl, dass er zu alt für die Rolle sein könnte. Aber natürlich wird die Geschichte im Rückblick erzählt, was diese Annahme absolut relativiert.

Der Soundtrack weiß zu begeistern und hat mich irgendwie an die Filmmusik von Sherlock Holmes mit Robert Downey jr. erinnert. Er trägt maßgeblich zu der dichten Atmosphäre des Hörspiels bei.

Minimalste Abzüge gibt es für die stimmliche Veränderung der Hexer, wenn sie ihre Macht einsetzen, aber das ist Geschmackssache. Für mich hätte es dieser Unterstreichung nicht bedurft. Im Gesamtpaket vergebe ich 8 ½ von 10 Tentakeln. Aber auch nur, weil man bei einer ersten Folge natürlich immer noch ein wenig Luft nach oben haben sollte. Auf jeden Fall freue ich mich auf die nächsten Folgen, die definitiv gekauft werden.

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Montag, März 04, 2019

Zurück aus Paris

Am Wochenende verschlug es uns zum ersten mal nach Paris. Schon bevor wir den Flughafen erreichten, bekamen wir den ersten Schock. Im Autoradio hörten wir, dass der Flughafen Düsseldorf evakuiert würde. Grund waren mal wieder Personen, die ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich gelangten. Wir hatten schon Angst, dass unser Flug ausfallen würde. Dann wären wir mit dem Auto nach Frankreich gefahren, aber zum Glück blieb uns das erspart.


Trotzdem herrschte am Flughafen noch großes Chaos. Die Schlangen waren endlos lang und unser Flug verspätete sich um eine gute Dreiviertelstunde. Die kurze Zeit nutzte ich zum lesen. Gelandet in Paris war unsere erste große Herausforderung, die französischen Tickets für den ÖPNV samt Fahrplänen zu verstehen. Wir hatten uns zwar schon schlau gemacht, aber stellten uns schlussendlich doch nicht so intelligent an. Erst im Laufe des Wochenendes begriffen wir immer mehr, wie das gigantische Metronetz mit seinen unzähligen Zugängen funktionierte.


Und am eigenen Leib bekamen wir mit, dass die Tickets sehr anfällig sind, wenn man sie zu nah an Handy oder Powerbank aufbewahrt. So ging ein Ticket plötzlich nicht mehr und wir kamen nicht einmal mehr aus den Stationen heraus. Irgendwie mogelten wir uns durch, fuhren ein paar Stationen quasi schwarz und versuchten mit ein paar Brocken Französisch am Informationsschalter der SCNF, der Bahngesellschaft, zu erklären, das wir ein neues Ticket brauchten. Entweder konnte oder man wollte uns nicht auf Englisch helfen, aber wir mussten noch zu einem anderen Servicecenter. Dort lief der Umtausch dann problemlos. Die beiden Personen im Infocenter waren auch die einzigen, die sich sprachlich quer stellten. Ansonsten kamen wir mit Englisch und teilweise auch mit Deutsch in Paris gut durch.


Wir fuhren über die Seine, waren am Eifelturm und am Louvre, stiegen hinab in die Katakomben, von denen ich mir viel mehr versprochen hatte, besichtigten Notre Dame und Versaille, stiegen auf den Arc de Triomphe und betrachteten Napoleons Grab im Invalidendom. Leider hatten wir keine Schrittzähler, denn die Menge hätte mich mal interessiert.


Jeden Abend taten uns die Füße weh und wir schliefen schnell ein, auch wenn die Matratze sehr unbequem war und mir morgens der Rücken weh tat.


Am Samstag Abend gerieten wir sogar in eine Polizeiabsperrung an der Champs Elysees, denn die Gelbwesten legten mal wieder weite Teile der Hauptstadt lahm.


Insgesamt war es ein tolles Wochenende, von dem ich viele Eindrücke mitnehme. Beeindruckende Bauwerke ebenso wie der Anblick von Straßenhändlern und Bettlern, die in die Metro einsteigen und nach Geld fragen oder an die Scheiben von Autos an vielbefahrenen Kreuzungen klopfen. Der Anblick war teilweise befremdlich. Vor allem ein Mann ohne Füße, der sich über den Boden einer Bahn schob, war schon beängstigend, wenn man so etwas nicht gewohnt ist. Die Pariser blieben dabei immer sehr entspannt. Unter dem Strich kam mir die Stadt im Vergleich zu Berlin oder auch Wien eh recht ruhig vor, was aber auch an der Jahreszeit gelegen haben könnte. Ich werde es merken, wenn wir irgendwann zurückkehren, denn es gibt noch viel zu entdecken, was wir in den gut drei Tagen gar nicht schaffen konnten.


Aber nach den Trips nach Berlin, München, Wien und jetzt Paris innerhalb weniger Monate freue ich mich doch sehr, ein paar Tage in der Ruhe des Ruhrgebiets verbringen zu können, wenn es auch nicht viele sind, denn die Leipziger Buchmesse steht schon fast wieder vor der Tür.

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Dienstag, Februar 19, 2019

Oldiepartys - oder warum ich mich letzte Woche alt gefühlt habe

Letzte Woche schlenderte ich durch den Marler Stern. An der Bäckerei, in der ich meinen Hunger stillen wollte, fiel mir ein Plakat auf, welches meine Aufmerksamkeit auf sich lenkte.
Darauf wurde für eine Oldie-Party geworben. Da das genau meine Musik ist, betrachtete ich es genauer. Es wurde die Musik der 80er und 90er angekündigt. Moment mal, unter Oldies verstehe ich die 50er bis 70er. Dazu passend zeigte das Plakat die Silhouetten tanzender Menschen mit Afrolook und Schlaghosen.

Okay, die 80er sind mittlerweile auch schon lange her, aber mir irgendwie noch sehr präsent. Aber die 90er? Davon ab, dass es da wirklich viel musikalischen Mist gab, sind das für mich keine Oldies.

Mein Interesse für die Party war erloschen, ich fühlte mich alt und tröstete mich mit einem Sesamcroissant darüber hinweg.

Mittlerweile versuche ich mir einzureden, dass die Musikauswahl darauf zurückzuführen ist, dass die Party in einem Jugendheim veranstaltet wird. Das gelingt nur teilweise. Ich werde wohl langsam doch alt. Na ja, auf die Rente freue ich mich ja eh schon.

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Sonntag, Juli 08, 2018

Dunkels Gesetz - Sven Heuchert (Ullstein)

Es fällt mir schwer, für diese Rezension kurz zusammenzufassen, was in "Dunkels Gesetz" geschieht. Eigentlich passiert viel, aber alles eher parallel, als dass die verschiedenen Ebenen für mich eine gemeinsame Geschichte erzählen.
Es beginnt mit einem Ex-Söldner, der in einem verschlafenen Nest als Securitymann für eine Chemiefirma arbeitet und dort auf Gangster trifft, die einen Drogendeal abwickeln wollen.
Allerdings muss man sagen, dass es in Altglück, einem runtergekommenen Dorf in der Nähe der belgischen Grenze, schwer ist, keinem Gangster zu begegnen. Die Einwohner scheinen sämtlich Kleinkriminelle oder Prostituierte zu sein. Abgesehen von einer Art alten Kräuterhexe, die nur Wodka trinkt und weise Ratschläge sowie alte Klamotten verschenkt.
Die ganze Handlung, die seltsam wirr und unzusammenhängend auf mich wirkt, wird gekrönt von anstrengender Umgangs- und Gossensprache.
Dazu kommen ziemlich brutale Stellen. Kombiniert mit einem völlig unverständlichen Ende, sowie der eher blass als dunkel wirkenden Hauptfigur, kann ich das Buch überhaupt nicht empfehlen. Wo hier der Abgesang auf den goldenen Westen, wie der Klappentext verspricht, besungen werden soll, erschließt sich mir überhaupt nicht.
Unter dem Strich war es trotz der kurzen Länge für mich sehr anstrengend zu lesen und ich kann es leider nicht weiter empfehlen.

Montag, Mai 21, 2018

Etappe 1 - 660km bis Reisbach

Der zweite Tag und damit auch der erste Abschnitt unserer Tour neigen sich dem Ende entgegen. Nach 660km erreichten wir gestern unsere erste Unterkunft. Ein kleiner privater Gasthof in Lappersdorf. Die Eigentümer und ein Hund namens Mozart begrüßten uns.
Im Nachbarort fanden wir ein Restaurant, das uns gefiel. Dort gab es mehr Fliegen als Gäste, denn wir saßen allein in einem großen Saal. Am Essen kann es nicht gelegen haben, denn es schmeckte uns super. Auch das örtliche Bier und der Birnenlikör als Absacker waren perfekt.
Zuvor hatten wir den Nachmittag im - zugegebenermaßen beheizten - Freibad verbracht.
Heute morgen ging es dann in den Bayernpark. Der Tag war schön, aber auch anstrengend. So kam es, dass wir nach einem fantastischen Essen in einem urigen Biergarten früh im Bett landeten. Es läuft der Tatort und höchstens zwei mal in der Stunde fährt ein Auto an unserem Fenster vorbei.
Wir scheinen die einzigen Gäste zu sein. Alles ist ruhig, was ich besonders genieße. Denn ab morgen sind wir in Wien. Das wird sicher komplett anders, aber ich freue mich sehr darauf. Eine tolle Stadt und ein alter Freund - was will man mehr?